Das Magazin der Friedhelm Loh Group

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Modulare Lösungen von Rittal und Innovo Cloud
Innovation – Eplan

Partner für Wertschöpfung

Digitale Strategien. Unternehmen erwarten heute für ihre digitalen Geschäfts­modelle von physischen und virtuellen Ressourcen eine hohe Skalierbarkeit und Flexibilität. Die Lösung dafür sind modular nutzbare Rechenzentrum-Ökosysteme mit integrierter Cloud-Anbindung, entwickelt von Rittal und Innovo Cloud. Unternehmen erhalten so die Freiheit, ihre IT-Landschaft flexibel anzupassen.

Text Supriyo Bhattacharya und Christian Abels ––– Fotografie

Mittlerweile haben die meisten Unternehmen über alle Branchen hinweg die Chancen, die sich durch die Digitalisierung ergeben, erkannt und sind dabei, digitale Strategien umzusetzen. Sie etablieren neue Geschäftsmodelle oder entwickeln bestehende weiter.

Eine große Herausforderung ist es dabei, die richtigen Partner für das Aufsetzen und das Umsetzen einer digitalen Strategie zu finden. Dabei sind die meisten Unternehmen bei der Vielzahl an Angeboten auf dem Markt überfordert, die auf sie passenden Digitalisierungskonzepte auszuwählen. Viele dieser Konzepte gehen oft mit einem ganzheitlichen Ansatz an das Thema IT-Landschaft heran und machen dabei oft den Fehler, Lösungen aus einem Guss erstellen zu wollen.

Unternehmen wollen und müssen heute schneller in der Lage sein, ihre IT für neue Technologien oder Prozesse auszurichten. Um zeitgemäß auf die Markttrends reagieren zu können und um die veraltete Legacy-IT auf einen zukunftsfähigen Sockel aufsetzen zu können, sind Modularität und Skalierbarkeit essenziell. Ähnlich einem Baukastenprinzip können so IT-Plattformen aufeinander aufbauen. Angefangen von den physikalischen Komponenten wie Racks, USV, Kühlung bis hin zu den Applikationsbausteinen, die in automatisierten und standardisierten Softwarelösungen bereitgestellt werden, durchdringt die Modularität die IT-Landschaft.

Einen solchen Aufbau bieten Rittal und Innovo – auch hier wird ganzheitlich gedacht. Beide Firmen fokussieren sich darauf, dass der Kunde eine allumfassende Betreuung bekommt, und legen besonders Wert darauf, bei jedem Schritt in Richtung Erneuerung der IT-Systeme, Standardisierung, Automatisierung und Modularisierung nach vorn zu stellen.

Cloud braucht starke Rechenzentren

Mieten statt besitzen: Was in vielen Lebensbereichen bereits Normalität ist, erreicht nun auch die IT-Landschaft von Unternehmen. Um ihre IT an neue Technologien oder Prozesse anzupassen, setzen viele Unternehmen auf die Cloud. Laut aktuellem Cloud-Monitor des Branchenverbandes Bitkom nutzen mehr als zwei Drittel der deutschen Unternehmen bereits Cloud-Services. Mit der Cloud und dem Aufkommen neuer Technologien haben sich Standards bei Bereitstellung, Kosten und Flexibilität von IT-Infrastruktur etabliert, die nun auch die physischen Ressourcen erreichen: Unternehmen erwarten einen schnellen, unkomplizierten und bedarfsorientierten Zugriff auf Infrastrukturkomponenten – eben nach dem Dienstleistungsprinzip.

Gleichzeitig sorgen technologische Entwicklungen sowie gestiegene Sicherheitsanforderungen dafür, dass physische IT-Ressourcen wieder stärker in den Mittelpunkt rücken. Dazu gehört, dass Daten immer und überall verfügbar sind und lokal in Echtzeit verarbeitet werden können. Neue Rechenzentrumskonzepte setzen auf ein vernetztes Ökosystem mit Lösungen aus allen Schichten: von der lokal am Kundenstandort befindlichen physischen Infrastruktur mit optionaler Anbindung an eine zentrale Cloud bis hin zum vollumfänglichen Managed-Service-Betriebskonzept.

Physische und virtualisierte Infrastrukturkomponenten greifen in diesen Ansätzen optimal ineinander. Die damit erreichbaren Effekte hinsichtlich Skalierbarkeit und Modularität der IT-Landschaft sind nicht nur für Unternehmen interessant, die sich noch am Anfang ihrer digitalen Reise befinden, sondern auch für Unternehmen mit hohem Digitalisierungsgrad – etwa, wenn es darum geht, ihre digitalen Geschäftsmodelle weiter zu automatisieren.

Die logische Konsequenz aus den Modularitäts- und Agilitätsanforderungen der modernen IT ist der modulare Aufbau von Rechenzentren. Diese müssen in der Lage sein, schnell und sicher zusätzliche Rechenzentrumsfläche bereitzustellen. Schaut man sich die Bauvorhaben eines üblichen Rechenzentrums an, so handelt es sich um ein Bauvorhaben, dass mindestens ein bis zwei Jahre in Anspruch nimmt. Hier können standardisierte Konzepte punkten, wie zum Beispiel für Edge-Rechenzentren, sogenannte Em-powered Edge.

 

Der Vorteil: Rittal stellt den Edge-Container nach den Anforderungen des Unternehmens zusammen und konfiguriert ihn. Innovo entwirft parallel mit dem Unternehmen den Aufbau der Plattform, die in das Edge-Rechenzentrum installiert wird. Das minimiert den Aufwand auf Anwenderseite. Diese neuen Rechenzentren umfassen – neben der Außenhülle im Falle eines Containers – die IT-Racks, Stromversorgung, Klimatechnik sowie Server, Netzwerk, Storage und eine passende Managementsoftware als vorkonfigurierte Cloud-Komponenten. Diese sind im Idealfall entsprechend den anvisierten Einsatzszenarien auswählbar und bilden die Basis für zusätzlich erhältliche cloudbasierte Dienste (XaaS).

Regionale Nähe bringt Geschwindigkeit

Beispiel Click and Collect: Wie viele Produkte sind in den Filialen verfügbar und entsprechend über den Onlineshop zu reservieren? Wer digitale Geschäftsmodelle realisiert, braucht Livedaten. Für Echtzeitanalysen sind Latenzen im Millisekunden-bereich der Knackpunkt: Um dies zu gewährleisten, müssen IT-Systeme die Daten in unmittelbarer Nähe verarbeiten.

Das Schlüsselwort lautet hier Edge-Computing. Im Industriepark Höchst in Frankfurt am Main haben Innovo und Rittal gemeinsam den ersten Cloud-Park Deutschlands gegründet, der auf genau diese Bedarfe eingeht. Mit den Containern von Rittal sind die Rechenzentren kurzfristig modular skalierbar, und Innovo bietet die nötige Cloud-Infrastruktur. Ein weiterer Vorteil des Standorts Höchst ist die Sicherheit, die einerseits durch das deutsche Rechtssystem und andererseits durch den Werksschutz vor Ort gegeben ist.

Modulare IT-Ökosysteme haben einen entscheidenden Vorteil: Dadurch, dass sie durchgängig standardisiert sind, senken sie die Time-to-Market sowie die Kosten merklich. Servicebausteine, angefangen bei einfachen Server-Racks über ganze Container bis hin zu XaaS, ermöglichen, schnell auf neue Anforderungen zu reagieren, bei Bedarf neu zu beziehen oder abzuschalten. Unternehmen wird es so ermöglicht, die Infrastruktur für neue Geschäftsmodelle deutlich schneller zu schaffen und so Innovationen früher am Markt zu testen und in den Verkauf zu bringen. Gleichzeitig sinken die Kosten einzelner IT-Lösungen durch die Standardisierung weiter.

Sicherheit geht vor

Das Thema Sicherheit ist sehr oft der entscheidende Faktor bei der Auswahl des richtigen IT-Partners beziehungsweise Cloud-Providers. Speziell für Finanzunternehmen gelten hohe Sicherheitsstandards und Compliance-Vorgaben. Durch die
BaFin-Regulatorik brauchen Finanzdienstleister einen Partner, der ein IT-Outsourcing-Controlling möglich macht. Dazu gehört eine regelmäßige Begehung von Rechenzentren mit externen Auditoren.

Individuelle Service Level Agreements spielen hier eine wichtige Rolle ebenso wie Auftragsverarbeitungsverträge, die nach DSGVO immer dann im Spiel sind, wenn Daten mit Personenbezug von externen Dienstleistern verarbeitet werden. Dass die Daten hierbei Deutschland nicht verlassen, ist ein wichtiger Parameter für viele Unternehmen. Die Auswahl des passenden Providers ist hier nicht nur eine Frage des Vertrauens, sondern auch der Anpassbarkeit der IT-Sicherheitssysteme des Providers auf die Bedürfnisse und Anforderungen der entsprechenden Branche beziehungsweise der Kundenklientel. Immerhin obliegen dem Provider Aufbau, Integration und der reibungslose, sichere Betrieb der Infrastruktur und der angedockten Servicelösungen.

Grundlegend sollten Unternehmen für Rechenzentrums-Ökosysteme genau betrachten, wie eine durchgängige Sicherheit aller Komponenten gewährleistet ist: Welche relevanten Zertifizierungen wie etwa die ISO 27001 weist der Anbieter auf, welche Erfahrungen hat er in der Branche, und welche Sicherheitsbausteine sind gegeben?

Jetzt IT-Altlasten loswerden

IT ist sowohl technologisch als auch marktseitig ein sich hochgradig wandelnder Bereich. Die IT, die ein Unternehmen heute verbaut, wird in wenigen Jahren, manchmal sogar Monaten, bereits von einer neueren IT-Generation abgelöst. Viele Unternehmen haben mit ihrer Bestands-IT zu kämpfen, wenn es darum geht, Prozesse und Geschäftsmodelle zu digitalisieren.

Der Research-Spezialist IDC hat in einer aktuellen Studie ermittelt, dass es rund drei Viertel der Unternehmen schwerfällt, ihre Transformationsstrategien umzusetzen. Vor allem der hohe Aufwand, der entsteht, wenn neue digitale Lösungen in bestehende Systeme integriert werden sollen, bremst solche Projekte aus. An dieser Stelle positioniert sich die Innovo deutlich auf dem Markt. Sie steht Unternehmen als verlässlicher Partner in der Umsetzung der jeweiligen Digitalisierungsstrategie bei. Der von Rittal und Innovo gelebte, modularisierte Plattformansatz unterstützt jedes einzelne Unternehmen dabei, seine IT-Landschaft Schritt für Schritt zu erneuern und agil zu halten.

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